Wie viele Schindeln braucht man für das Dach?

Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt die meist gestellte Frage der Besucher und Touristen im Ulvengard. Denn obwohl der Histotainment Park Adventon am vergangenen Wochenende fest in der Hand der Tempelritter war, wurde auch der Wikingerhof wieder einmal mehr zum Besuchermagneten.

Am Freitag und Samstag gingen die Arbeiten am Dach des oberen Langhauses weiter. In gewohnter Prozedur wurden die Schindeln aus Fichtenholz zugeschlagen, nachgearbeitet und anschließend aufgenagelt. Diese Arbeit ist zwischenzeitlich schon zur Routine geworden und wird uns allerdings auch noch eine ganze Weile beschäftigen. Wie bereits berichtet haben wir auch immer wieder erstaunte Besucher im Ulvengard, die es nicht verstehen oder fassen können, dass wir die Schindeln in Eigenarbeit herstellen. „Warum kaufen Sie die Schindeln nicht?“ – Hallo, wir befinden uns innerhalb eines Museumsparks und möchten zeigen wie die Arbeiten vor 1000 Jahren zu- und abgegangen sind. Damals gab es keine Baumärkte bei denen man eben mal auf die Schnelle vorbeigefahren ist und sich den Kofferraum vollgeladen hat. Außerdem interessiert es uns eben auch diese alten Handwerkstechniken auszuprobieren und uns anzueignen. Somit kommen wir wieder zur häufigsten Frage des Wochenendes: „Wie viele Schindeln braucht man für das Dach des Langhauses?“ Nun, jede Menge, genauer gesagt tausende. Aber genau wissen wir es auch nicht, bzw. noch nicht. Die Schindeln sind unterschiedlich breit und da braucht man eben an manchen Stellen zwei, wo an anderer Stelle nur eine liegt. Ca. 1/3 der 120 m² Dachfläche sind bisher eingedeckt. Unser  Zählwerk „Noah“ läuft weiter und wir werden die genaue Anzahl nach vollendeter Arbeit bekanntgeben.

Am gestrigen Sonntag wurde dann die Bodenfläche innerhalb des Hauses ausgeglichen. Da das Haus am Hang gebaut wurde, betrug der Unterschied vom oberen linken Eckpfosten zum unteren rechten ca. 60 cm. Deshalb musste das Erdreich entsprechend abgegraben, bzw. aufgefüllt werden. Kurz vor Ankunft des großen Regenschauers konnte diese „Knochenarbeit“ vollendet werden. Außerdem wurden die restlichen Weiden verflochten.

Am Samstag wurde außerdem noch die Schlupftüre auf der Rückseite vom Ulvengard erneuert und die Frauen machten Vorführungen in Brettchenweberei.

 

Am kommenden Wochenende (5. + 6. Juni) sollen auch wieder die Bauarbeiten am unteren Langhaus aufgenommen werden. Freiwillige Helfer sind uns jederzeit willkommen.

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